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20.08.11

Pilgern in sanfter Bergwelt

Neuer Jakobusweg im Oberallgäu

Ein neue Pilgerpfad führt mitten durch das Oberallgäu und verbindet den Tiroler mit dem Bayerischen Jakobusweg (Foto: Alpsee-Grünten Tourismus)

Ein neuer Jakobusweg führt auf historischen Spuren durch das Oberallgäu und verbindet zum ersten Mal den Tiroler und den Bayerischen Pilgerpfad. Pilger starten ihre besinnliche Wanderung im Inntal und passieren mit Fernpass, Gaichtpass und Oberjoch insgesamt drei anspruchsvolle Pässe.

Sanfter, doch landschaftlich ebenso reizvoll, ist der Weg durch die Oberallgäu Bergwelt: Über das Ostrachtal erreichen die Pilger die südlichste Stadt Deutschlands, Sonthofen. Vorbei am Ortwanger See und Blaichach geht es weiter in die älteste Oberallgäuer Stadt Immenstadt, entlang des Alpsees nach Oberstaufen.
 
Mit seinen Flüssen, Seen und grünen Wiesen, zudem etlichen kleinen Kapellen und Kirchen am Wegesrand bietet die Route durchs Oberallgäu viel Raum für Pilger, um zu sich selbst zu finden.

Der Weg ist das Ziel für Menschen, die auf den Spuren des Heiligen Jakobus pilgern und sich auf eine spirituelle Wanderung zwischen Natur und Nächstenliebe begeben. Eine Projektgruppe aus dem Außerfern hat es sich zusammen mit Tourismusämtern im Oberallgäu und in Österreich zur Aufgabe gemacht, einen Jakobsweg von Stift Stamms bei Innsbruck bis ins Oberallgäu, nach Sonthofen, Immenstadt und am Alpsee entlang nach Oberstaufen zu beschildern. Die etwa 120 Kilometer lange Route führt mitten durchs Gebiet der Ferienregion Alpsee-Grünten.

Die Tradition des Pilgerns reicht in der Region zurück in die mittelalterliche Vergangenheit. Bis heute lebt diese religiöse Frömmigkeit im ländlich geprägten Allgäu in Bitt- und Flurumgängen fort. Auf dem neuen Jakobsweg werden die Pilger dem Zeichen der Muschel folgen. Ihre Spitze zeigt stets in dieselbe Richtung: nach Santiago de Compostela. Das Grab des Apostels Jakob in der Kathedrale der alten spanischen Stadt zählt seit dem Mittelalter zu den Hauptzielen pilgernder Christen.

„Überall in Österreich, Tirol und Bayern gab es Jakobswege, nur in unserem Außerfern war keiner eingetragen“, erzählt die treibende Initiatorin Brigitte Babl aus Nesselwängle. Ihrer kleinen Projektgruppe schlossen sich rasch auch Gemeinden im nahen Oberallgäu an. Ziel des Teams ist es, eine Verbindung zwischen dem Tiroler und dem Bayrischen Jakobsweg zu schaffen. Von Tirol durchs Oberallgäu an den Bodensee – und weiter bis nach Spanien leitet Pilger nun ein durchgängiges Wegenetz.

Dabei folgt der neue Jakobsweg historischen Spuren. Über den Fernpass führen nicht nur die alte Salzstraße und die Römerstraße Via Claudia. Auch Jakobspilger gingen schon im Mittelalter diese Route – daran erinnert ein Gedenkstein in Oberjoch. Die erste Etappe des alpinen Jakobswegs von Berwang in der österreichischen Zugspitzregion durch das Tannheimer Tal bis nach Oberjoch wurde bereits am Jakobstag 2010 eingeweiht. Inzwischen steht die Beschilderung mit der gelben Jakobsmuschel auch im Oberallgäu. Im Herbst will sich die grenzübergreifende Projektgruppe zusammensetzen, um eine Vermarktung auf die Beine zu stellen. Voraussichtlich 2012 ist eine Einweihung der gesamten Route angedacht.







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