Übernachten auf dem Jakobsweg

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Übernachten auf dem Jakobsweg in Spanien

Stockbetten, einfache Duschen, wenig Komfort: Die klassische Pilgerherberge ist sicher nicht für jeden Pilger die passende Wahl. Dafür ist sie mit rund 5 Euro pro Übernachtung sehr günstig. Und da es alle paar Kilometer eine Herberge gibt, muss man die Übernachtung nach der anstrengenden Tagesetappe nicht lange planen. Außerdem reicht den meisten ein einfaches Bett, eine warme Dusche und eine kleine Küche, um ein einfaches Abendessen mit anderen Pilgern zu kochen. Doch es gibt auch Alternativen. Wer besonders spirituelle Erlebnisse sucht, wird in Klöstern fündig, wer Komfort braucht, checkt in Pensionen oder Hotels ein. Wer ganz unabhängig sein will, schlägt sein Zelt auf. Die wichtigsten Übernachtungsmöglichkeiten im Überblick:

Eine Übernachtung in einer Pilgerherberge kostet nur etwa 5 Euro. Sehr viel Komfort kann man dafür jedoch nicht erwarten (Foto: bradleyolin)

Pilgerunterkünfte

Die klassischen Pilgerunterkünfte sind die Pilgerherbergen. Es gibt kirchliche und private Herbergen. Die Preise variieren zwischen freiwilligen Spenden und knapp zehn Euro pro Nacht. Im Normalfall zahlt man aber fünf oder sechs Euro für eine Übernachtung. Zum Teil gibt es auch ein Frühstück dazu. In manchen Pilgerherbergen wird für einen Aufpreis von etwa zehn Euro auch ein Pilgermenü am Abend angeboten. Meistens werden dabei drei Gänge und Wein gereicht. Die Ausstattung der Herbergen ist sehr unterschiedlich. Einige haben Aufenthaltsräume, Küchen und Gärten, recht kleine Zimmer mit etwa vier Stockbetten. Andere haben nur einen großen Schlafsaal für alle übernachtenden Pilger und bieten eher wenig Komfort. Meistens ist die Herberge aber die passendste Unterkunft für den Pilger, weil sie günstig ist und eigentlich immer direkt auf dem Weg liegt. Außerdem nächtigen hier nur Pilger, so dass man sich gut über die Wanderung austauschen und neue Kontakte knüpfen kann.

Pensionen und Hotels

Zwischendurch leisten sich viele Pilger einmal eine Nacht in einer Pension oder sogar in einem Hotel. Pensionen sind einfacher und auch günstiger als Hotels. Beide Unterkünfte muss man zum Teil aber suchen. Denn die Herbergen sind meist ausgeschildert und liegen gut sichtbar auf dem Pilgerweg. Hotels und Pensionen sind nicht immer direkt auf dem Wanderweg zu finden. Dafür hat man hier viel Komfort und kann in einem Einzelzimmer eine absolut ungestörte Nacht fernab von schnarchenden Pilgern verbringen. Es gibt auch Pensionen, die zum Beispiel die Übernachtung im Vier-Bett-Zimmer anbieten. Das fühlt sich schon fast an wie in einer Herberge. Dafür gibt es trotzdem etwas mehr Komfort, doch auch der Preis ist mit rund 15 Euro pro Nacht höher als in der Herberge.

Klöster


Einige Klöster auf dem Jakobsweg sind zu Pilgerherbergen geworden. Generell bieten sie eher weniger Komfort als privat geführte Herbergen. Dafür sind die Übernachtungspreise meistens niedriger oder man darf sogar einen selbst gewählten Betrag spenden. Was die Übernachtung und die Duschen betrifft, unterscheiden sich die Klöster nicht allzu stark von gewöhnlichen Pilgerherbergen. Aber einen Unterschied gibt es doch: Die Klöster bieten eine religiöse oder auch spirituelle Komponente. Und das ist nicht nur für religiös motivierte Pilger interessant. Der Jakobsweg hat immerhin eine Jahrhunderte alte Tradition in der katholischen Kirche.

Wer dort unterwegs ist, kann ruhig einmal an einer Pilgermesse teilnehmen oder traditionelle Lieder mitsingen, die die Mönche vorgeben. So etwas wird in vielen Herbergen, die in Klöstern liegen, angeboten. Am Abend gibt es meist eine Messe oder eine Andacht, an der jeder teilnehmen kann, der Lust hat. Aber auch wenn man nur im Kloster nächtigen will und die religiöse Zeremonie nicht mitmachen will, ist das hier völlig in Ordnung. Niemand wird gezwungen, es ist ein Angebot, das man nutzen darf, aber nicht muss.

Ein Zelt verursacht zusätzliches Gewicht und ist nicht unbedingt notwendig, da die Distanzen zwischen den Herbergen immer gut zu bewältigen sind (Foto: littlemoresunshine)

Camping

Ein Zelt mit auf den Jakobsweg nehmen: Wer Camping liebt, kann das natürlich tun. Allerdings sollte man sich klar darüber sein, dass das Zelt und die Isomatte nur zusätzliches Gewicht verursachen und nicht unbedingt nötig sind. Es gibt viele Herbergen auf dem Jakobsweg, die wirklich günstig sind. Ein Bett bekommt normalerweise jeder Pilger. Die wenigsten Wanderer zelten auf dem Jakobsweg, da die Infrastruktur so gut ist. Wer das zusätzliche Gewicht trotzdem auf sich nehmen will und gerne im Zelt übernachtet, kann zum Beispiel am einfachsten in Gärten von Herbergen campen. Aber wie gesagt: Die Herberge ist trotz Massenschlafsaal immer noch komfortabler als ein Zelt.

Übernachten im Freien

Im Freien übernachten ähnelt dem Camping. Entweder man schlägt sein Zelt im Freien auf oder man schläft mit Isomatte und Schlafsack unter freiem Himmel. Dabei sollte man allerdings beachten, dass es in Nordspanien nachts ziemlich kühl werden kann, wenn man nicht gerade im Juli oder August unterwegs ist. Generell ist die Übernachtung im Freien eine romantische Möglichkeit für zwischendurch. Im Normalfall ist aber die Pilgerherberge die angenehmere Variante.

Fazit

Es gibt viele Möglichkeit, nach der Wanderung auf dem Jakobsweg zur Ruhe zu kommen. Die meisten Pilger nutzen die Pilgerherbergen - und das aus gutem Grund. Denn sie sind kostengünstig und bieten ein Mindestmaß an Komfort, oft sogar mit Küchen, manchmal mit Waschmaschinen und Internetzugang, und immer mit vielen anderen Pilgern, mit denen man nach der Wanderung die Strecke Revue passieren lassen kann und gemeinsam die nächste Tagesetappe planen kann.

Text: Eva Klassen

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