Spanien auf dem Jakobsweg von Ribadiso bis Santiago de Compostela

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Auf der Zielgeraden: Pilgern über den Jakobsweg bis nach Santiago de Compostela

Weit ist es nun nicht mehr. Noch 44 Kilometer, dann hat man das Ziel endlich erreicht: Santiago de Compostela (Foto: Jule Berlin)

Es ist soweit: Santiago de Compostela liegt vor den Füßen der Wanderer. Zwei Tagestouren noch, und man ist mittendrin in der Stadt, die Pilger seit Jahrunderten anzieht. Jetzt ging es doch schneller, als gedacht. 44 Kilometer sind es ab Ribadiso nur noch bis Santiago de Compostela. Auf dem Weg liegen keine starken Steigungen mehr. Die letzten beiden Etappen sind angenehm zu bewältigen und man sollte die letzten Tage auf dem Jakobsweg noch einmal in vollen Zügen genießen - mit anderen Pilgern Erfahrungen austauschen und die Landschaft genießen. Aber Santiago muss nicht das Ende der Reise sein. Wer noch nicht genug vom Wandern hat, kann noch bis zum Kap Finisterre weiter wandern - bis zum Ende der Welt. Aber dazu später mehr. Jetzt geht es erst einmal weiter in Richtung Santiago de Compostela.

Erste Tagesetappe: Von Ribadiso bis Pedrouzo

Diese Etappe ist mit 23 Kilometern nach der schon langen Wandererfahrung kurz vorm Ziel gut zu schaffen. Der Weg führt zunächst bergauf, bis nach rund zweieinhalb Kilometern der erste Ort erscheint: Arzúa. In diesem Ort leben knapp 7000 Einwohner. Zum Einkaufen - und vielleicht auch zum Frühstücken - ist es so kurz nach dem Start wahrscheinlich noch zu früh. Aber auch nach Arzúa gibt es zum Beispiel Bars, in denen man frühstücken kann. Nach Arzúa geht es 16 Kilometer weiter bis nach Santa Irene.

Der Weg führt auch durch das Örtchen Calle, das als besonders schön gilt. Hier oder in einem der später erscheinenden Orte kann man in Bars etwas trinken oder essen. Ab Arzúo sind es nur noch rund zweieinhalb Kilometer bis zum heutigen Zielort: Pedrouzo. Hier gibt es wieder Supermärkte und Bars. Nach dem Wandertag gibt es also keine Probleme, sich zu versorgen. In Pedrouzo gibt es eine große Herberge mit Küche.

Das Denkmal des Xan Arzúa - durch ihn erhielt die kleine Stadt ihren Namen (Foto: José Antonio Gil Martínez)

Zweite Tagesetappe: Von Pedrouzo bis Santiago de Compostela

21 Kilometer trennen den Pilger nur noch von seinem Ziel: Santiago de Compostela. Die letzte Tagesetappe ist für die geübten Pilger gut zu bewältigen. Von Pedrouzo aus geht es 16,5 Kilometer durch Wälder, über Lichtungen und in der Nähe eines Flughafens entlang bis Monte de Gozo. Von hier aus kann man schon Santiago de Compostela sehen. An dieser Stelle durchströmt viele Pilger ein Glücksgefühl, denn das Ziel ist greifbar nah. Kein Wunder also, dass Monte do Gozo auf deutsch übersetzt Berg der Freude bedeutet. Von Monte de Gozo aus sind es nur noch viereinhalb Kilometer bis Santiago de Compostela. Mit knapp 95000 Einwohnern ist Santiago de Compostela nicht nur als Pilgerziel aufregend, sondern bietet auch viele kulturelle Sehenswürdigkeiten, die man nach der Pilgerreise anschauen kann. In Santiago de Compostela gibt es eine ganze Reihe Refugien, Pilgerherbergen und Pensionen, in denen man übernachten kann.

Nun hat man das Pilgerziel erreicht. Es lohnt sich am Ende der Reise noch einige Tage in Santiago de Compostela zu bleiben, die Stadt ist reich an Sehenswürdigkeiten (Foto: Alquiler de Coches)

Angekommen in Santiago de Compostela

Klöster und Paläste, Museen und natürlich die berühmte Kathedrale - Santiago de Compostela ist reich an Sehenswürdigkeiten. Die meisten Pilger schließen ihre Pilgerreise mit der traditionellen Messe in der Kathedrale ab, die jeden Tag abgehalten wird. Hier werden die Pilger gesegnet. Die Kathedrale ist auch außerhalb der Messe interessant. Sie ist schon ungefähr 1000 Jahre alt und bietet somit viele historische und kunsthistorische Besonderheiten.

Die Kathedrale von Santiago de Compostela - man kann sie schon von weitem sehen, ihre Türme ragen hoch über die Stadt hinaus (Foto: Sergio)

Auch die Altstadt ist eine intensive Besichtigung wert. Sie war schon einmal Kulturhauptstadt Europas und gehört zu den schönsten Altstädten Spaniens. Und sie ist nicht nur schön, sondern auch voller Leben. Santiago de Compostela hat eine Universität mit 30000 Studenten. Dementsprechend ist auch die Altstadt jung und studentisch geprägt und es gibt viele einzigartige Kneipen und Restaurants, die man testen kann. Aber Vorsicht! Bisher war die Verpflegung auf dem Jakobsweg immer gut bezahlbar. Santiago gehört aber zu den teuersten Städten Spaniens. Also sollte man sich über gesalzene Preise auf Speise- und Getränkekarten nicht wundern. Wer knapp bei Kasse ist, kann sich kulinarisch natürlich auch im Supermarkt eindecken. Wer aber zur Feier des Tages einmal schön speisen will, wird in der Rúa de Franco in der Altstadt sicher fündig.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören nicht nur religiös bedeutsame Bauten. Auch die Universität hat eine Jahrhunderte alte Geschichte in Santiago de Compostela. In der Altstadt sind einige der alten Universitätsgebäude zu finden, die man bei einem Rundgang nicht aussparen sollte.

Von Santiago de Compostela wieder in die Heimat

Wochenlang ist man von Saint Jean Pied de Port aus gewandert, bis man endlich Santiago erreicht hat. Von hier aus kommt man schnell und bequem in jede Himmelsrichtung. Denn neben Bussen und Bahnen, mit denen man zum Beispiel in andere spanische Städte kommt, gibt es hier auch einen Flughafen. Viele Pilger buchen sich schon vor der Pilgerreise einen Rückflug ab Santiago de Compostela in die Heimat. Natürlich muss man dafür pünktlich am Ziel ankommen, aber meistens passen die Daten gut - und wenn man ein paar Tage zusätzlich in Santiago hat, kann man nach der Wanderreise noch einmal gut entspannen. Oder man wandert einfach weiter: nach Kap Finisterre.

Fazit

800 Kilometer hat man mit den eigenen zwei Beinen, mit etwa acht Kilo auf dem Rücken und mit viel Durchhaltevermögen hinter sich gebracht. Jetzt ist das Ziel tatsächlich erreicht. Viele Pilger haben so viel Spaß am Wandern gefunden, dass sie auch noch die restlichen 93 Kilometer bis nach Kap Finisterre wandern - dem Ende der Welt. Wer hier angekommen ist, hat die Pilgerreise vollständig abgeschlossen. Aber erst einmal sollte man sich ein oder zwei Tage in Santiago de Compostela entspannen - die schöne Stadt besichtigen und auf andere Pilger warten, die noch ein oder zwei Tagesetappen hinter Compostela sind, die man aber auf dem Weg schon kennen gelernt hat. Es heißt man müsse nur drei Tage in Santiago de Compostela bleiben und man würde alle Pilger, die man einmal getroffen hat, wiedersehen. Und auch wenn das nicht ganz stimmt, ist es zumindest eine schöne Vorstellung.

Text: Eva Klassen

Praktische Infos und Herbergen

Arzúa:

Vía Láctea

José Neira Vilas, 26
+34 981 50 05 81
vialacteaalbergue@hotmail.com
www.alberguevialactea.com

Albergue da Fonte

Carmen, 18
+34 659 99 94 96
alberguedafonte@hotmail.com
www.alberguedafonte.com

Albergue Don Quijote

Avda. de Lugo, 130
+34 981 50 01 39
pensionrua@hotmail.com
www.alberguedonquijote.com


Albergue Ultreia
Avda. de Lugo, 126
+34 981 50 04 71
info@albergueultreia.com
www.albergueultreia.com

Albergue Santiago Apóstol

Avda. de Lugo, 107
+34 981 50 81 32
www.alberguesantiagoapostol.com

Casa Teodora

Avda. de Lugo, 38
+34 981 50 00 83
reservas@casateodora.com
www.casateodora.com

Hostal O Retiro

Avda. de Lugo
+34 981 50 05 54
oretiroarzua@gmail.com
www.oretiroarzua.com

Pensión Villariño Moscoso

Rúa da Calexa
+34 981 50 00 68
hosvilarino@terra.es
www.pensionvilarino.com


Pensión Arcano

Rua de Castro, 6
+34 981 50 02 92
www.pensionarcano.com

Hotel Suiza

Avda. de Lugo, 64
+34 981 50 09 08
www.hsuiza.com

Santa Irene:


Peregrino

+34 981 51 10 00

Arca Pedrouzo:

Albergue de Arca do Pino

+34 660 39 68 26

O Burgo
+34 630 40 41 38
albergueoburgo@gmail.com

Compás
Avda. de Santiago - Arca, 6
+34 981 51 13 09
pensioncompas@hotmail.com

Hotel O Pino

A Rúa, 9
+34 981 51 10 35
info@hotelopino.com
www.hotelopino.com


Pensión Codesal
Codesal, 17
+34 981 51 10 61
www.pensioncodesal.com

Santiago de Compostela:


Residencia de Peregrinos San Lázaro

Rúa San Lázaro
+34 981 57 14 88

Acuario Santiago
Estocolmo, 2
+34 981 57 54 38
reservas@acuariosantiago.com
www.acuariosantiago.com


O Fogar de Teodomiro
Plaza de la Algalia de Arriba, 3
+34 699 63 15 92
info@fogarteodomiro.com
www.fogarteodomiro.com

El Santo Santiago

+34 657 40 24 03
elsantosantiego@gmail.com
www.elsantosantiago.com

Mundoalbergue

San Clemente, 26
+34 981 58 86 25
www.mundoalbergue.es

Badalada

Rúa Xelmírez, 30
+34 981 57 26 18
info@badalada.es
www.badalada.es


Campanas de San Juan
Campanas de San Juan, 6
+34 981 55 27 37
info@campanasdesanjuan.com
www.campanasdesanjuan.com

Hostal Anosa Casa

Rua Entremurallos, 9
+34 981 58 59 26
reservas@anosacasa.com
www.anosacasa.com

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