Spanien auf dem Jakobsweg von Sarría bis Ribadiso

werbepartner info
Anzeige

Auf dem Jakobsweg von Sarría bis Ribadiso

Die nächste Etappe führt wieder über Berge und durch schöne Wälder. Hier ist es alles andere als langweilig (Foto: José Antonio Gil Martínez)

Jeder Schritt führt jetzt deutlich näher ans Pilgerziel Santiago de Compostela. Knapp 120 Kilometer sind es nur noch bis zu dem berühmten Pilgerort. In den nächsten drei Tagesetappen geht es leicht bergig weiter. Blühende Landschaften, alte Brücken und eine große Auswahl an Herbergen liegen auf dieser Strecke. Auf den letzten Kilometern kann es noch einmal enger auf dem Jakobsweg werden. Eine alte Regel besagt, dass Pilger mindestens die letzten hundert Kilometer bis Santiago wandern müssen. Daher ist der letzte Streckenabschnitt auch so gut gefüllt. Aber es gibt hier auch mehr Herbergen als in früheren Streckenabschnitten. Es sollte also im Normalfall ein Bett für Jedermann vorhanden sein. Und jetzt geht es erst einmal weiter auf dem Jakobsweg. Und zwar in drei Tagen vom Ort Sarría bis nach Ribadiso. Rund 75 Kilometer weiter in Richtung Ziel. Santiago de Compostela - wir kommen.

Erste Tagesetappe: Von Sarría bis Portomarín

Die erste Tagesetappe auf diesem Streckenabschnitt ist etwa 22,5 Kilometer lang. Bis zum Tagesziel überquert man einen kleinen Berg, steigt fast 300 Höhenmeter hinauf und fast 400 hinunter. Dabei durchquert man wieder verschiedene kleine Ortschaften, die schöne Bars und Cafés für kleine Pausen bieten. Schon knapp über vier Kilometer hinter Sarría liegt das Örtchen Barbadelo. Für eine Frühstückspause ist es jetzt wahrscheinlich noch zu früh. Doch bis zum nächsten Ort sind es noch acht Kilometer. Immerhin liegen auf dem Weg auch Bars. An Straßen entlang - aber auch durch einen Wald - führt die Strecke zunächst nach Morgade, wo es auch eine Herberge gibt. Nur eineinhalb Kilometer später erreicht man schon das Dorf Ferreiros. Von hier aus sind es noch etwas über neun Kilometer bis nach Portomarín. In Portomarín leben 2200 Menschen - groß genug für Supermärkte, Apotheken, Ärzte, Busse und Bars. Die Herbergen sind eher einfach gehalten, erfüllen ihren Zweck und es lässt sich darüber streiten, ob man hier überhaupt übernachten will. Andererseits ist die Ortsmitte von Portomarín sehr schön. Wenn man sie genießen will, sollte man wahrscheinlich in diesem Ort Schluss für heute machen. Immerhin sind es noch etwa acht Kilometer bis zur nächsten Herberge.

In Portomarín kann man wundervolle Ausblicke genießen (Foto: José Antonio Gil Martínez)

Zweite Tagesetappe: Von Portomarín bis Palas de Rei

Auch auf dieser Strecke, die etwa 25 Kilometer lang ist, überquert man einen kleinen Berg und hält auf dem Weg hinab im Ort Palas de Rei. Auf dem Weg liegen viele kleine Orte, die zum Verweilen einladen. Aber hoffentlich nicht zu lange - denn das Ende der Etappe liegt erst in Palas de Rei. Zunächst wandert man rund acht Kilometer an Straßen entlang, auf Pisten und durch den Wald bis nach Gonzar. Von hier aus sind es nur noch fast vier Kilometer bis zum Ort Hospital da Cruz, wo man eine kleine Pause in einer Bar einlegen kann. Man kann aber auch weiter wandern, denn bereits nach eineinhalb Kilometern erscheint Ventas de Narón auf dem Weg. Und auch wenn man diesen Ort durchquert hat, dauert es nicht lange, bis die nächsten Ortschaften auf der Strecke erscheinen.

Schon nach dreieinhalb Kilometern kann man eine kleine Pause in Ligonde machen und nicht einmal einen Kilometer dahinter liegt Airexe. Von dort aus wandert man noch etwa sieben Kilometer, bis das Tagesziel erreicht ist: Palas de Rei. Auf dem Weg liegt der Ort Portos. Von dort aus ist eine Strecke nach Vilar de Donas ausgeschildert. Wer diesen Abstecher macht, findet eine kleine romanische Kirche, die mit ihren alten Mauern eine ganz besondere Atmosphäre ausstrahlt. In Palas de Rei leben fast 5000 Menschen. Wie in jedem größeren Ort gibt es auch wieder eine Auswahl an Lebensmittelmärkten, Apotheken, es gibt Busse und verschiedene Bars. Hier können Pilger in unterschiedlichen Herbergen übernachten oder auch in einer Pension schlafen.

Um Palas de Rei findet man mehrere alte romanische Bauwerke, die einen kurzen Besuch wert sind (Foto: José Antonio Gil Martínez)

Dritte Tagesetappe: Von Palas de Rei bis Ribadiso

Die bergige Strecke der letzten Tage hat in Palas de Rei ein Ende. Ab hier - bis nach Santiago de Compostela - ist die Strecke relativ flach. Bis nach Ribadiso sind es 27 Kilometer. Kleine hügelige Abschnitte sind aber die ganze Zeit dabei. Es ist also keine öde Strecke wie in der Meseta. Der Weg ab Palas de Rei führt zunächst ein paar Kilometer durch schönen Wald und irgendwann erreicht man das Örtchen San Xulián. Kurz danach erscheinen auch schon die beiden Orte Pontecampana und Casanova. Von Casanova aus sind es neuneinhalb Kilometer bis Melide. Aber auf dem Weg dorthin kommt man auch an Bars vorbei, in denen man eine kleine Pause machen kann und sich bei einem kühlen Getränk stärken kann.

Ein besonderer Höhepunkt ist die Pulperia auf dieser Strecke. Pulpo heißt Krake und ist eine Spezialität in Galicien. Bevor es von Melide aus weiter nach Ribadiso geht, kann man in dem Ort mit 8000 Einwohnern eine kleine Pause machen und sich zum Beispiel im Supermarkt mit neuem Proviant eindecken. Bis Ribadiso sind es nun noch knapp über elf Kilometer. Es geht weiter auf dieser Strecke durch traumhafte Wälder und schöne Orte. Es gibt wieder ein paar Bars auf dem Weg, in denen man die Füße kurz hoch legen kann. Hier durchquert man auch Eukalyptuswälder, die man in Galicien häufiger sieht. Heimisch ist der Eukalyptus hier eigentlich nicht. Er kommt aus Australien und wird zum Beispiel zur Herstellung von Papier gebraucht. Da die Pflanze aber in Galicien natürlicherweise nicht vorkommt, ist sie für die Umwelt zum Problem geworden. Der Eukalyptus hat schon einige Pflanzen zurück gedrängt. In Ribadiso gibt es eine schöne Herberge an einem Fluss. Hier kann man die Füße kühlen und im schönen Ambiente entspannen.

Eine der schönsten Herbergen auf der Pilgerreise. In Ribadiso kann man gemütlich die Füße ins Wasser halten (Foto: José Antonio Gil Martínez)

Fazit

Santiago de Compostela ist in greifbarer Nähe. Jetzt sollten Pilger genau auf ihren Körper hören, um kurz vor Ende keine schlimmen Knie- oder Fußprobleme zu bekommen. Ein bisschen Wehmut ist in diesen Tagen schon dabei, dass das Ziel tatsächlich bald erreicht ist. Aber es ist auch Stolz dabei - und zwar Stolz darüber, dass man es schon so weit geschafft hat. Buen Camino!

Text: Eva Klassen

Praktische Infos und Herbergen

Babadelo:

A Casa de Carmen
San Silvestra
+34 982 532 294
acasadecarmen@hotmail.com
www.acasadecarmen.com

Albergue O Pombal
+34 686 71 87 32
www.albergueopombal.blogspot.com

Casa Barbadelo

Vilei
+34 659 16 04 98
info@barbadelo.com
www.barbadelo.com

Casa Caxigueiro

+34 982 53 40 20
casacaxigueiro@terra.es

Morgade:


Casa Morgade

+34 982 53 12 50
www.casamorgade.com

Portamarín:

Albergue Ferramenteiro

Rúa Chantada, 3
+34 982 54 53 62
info@albergueferramenteiro.com
www.albergueferramenteiro.com


O'Mirador
Rúa de Pelegrín, 27
+34 982 54 53 23
www.omiradorportomarin.com

Albergue PortoSantiago

Calle Deputación, 8
+34 618 82 65 15

Portomiño
Sánchez Carro, 23
+34 982 54 75 75
portominho@hotmail.com

Albergue Ultreia
Calle Deputación, 9
+34 982 54 50 67
ultreiaportomarin@hotmail.com
www.ultreiaportomarin.com

Ventas de Narón:

Albergue o Cruceiro

+34 658 06 49 17
albergueocruceiro@gmail.com

Palas de Rei:

Albergue Buen Camino

Rúa de Peregrino, 3
+34 982 38 02 33
www.alberguebuencamino.com

Meson de Benito
Rúa de Paz
+34 636 83 40 65
alberguemesondebenito@gmail.com
www.alberguemesondebenito.com

Ponteroxan
Lg Roxan
+34 982 38 01 32
hostalponteroxan@hotmail.com

Casa Blanco
Calle Lugar Sambreixo
+34 982 19 48 01
info@casablancoterraulloa.com
www.casablancoterraulloa.com

Pontecampaña:


Casa Domingo

+34 630 72 88 64
www.alberguecasadomingo.com

Casanova:

A Bolboreta
+34 609 12 47 17
montse@albolboreta.com
www.albolboreta.com

Melide:

O Apalpador

Calle de San Antonio, 23
+34 981 50 62 66
www.albergueoapalpador.com

Sony
Lugar de Codeseira
+34 981 50 54 73
www.restaurantesony.com

Ribadiso:

Staatliche Herberge
+34 660 39 68 23

Vaamonde
+34 981 50 03 64

comments powered by Disqus
Anzeige

Mallorca Wandern

Wandern auf Mallorca macht Spaß. Es ist abwechslungsreich und spannend dort unterwegs zu sein. Touren gibt es von familienfreundlich bis anspruchsvoll.

... hier geht zu nützlichen Touren-Infos auf Mallorca

Wandern auf dem Jakobsweg

Tourenbeschreibungen mit vielen nützlichen Infos. Unsere Autorin Eva Klassen ist die Strecke von Frankreich bis nach Santiago de Compostela gewandert.

... zum Jakobsweg

Alle Angaben werden von den Autoren nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt und von der Redaktion von Hayit Medien und Wandertouren-Magazin.de überprüft. Allerdings kann keine Gewähr oder Haftung für einen etwaigen Schaden übernommen werden.

© copyright Mundo Marketing GmbH, Alle Rechte vorbehalten

 

Anzeige