Auf dem Jakobsweg von Calzadilla de la Cueza bis Reliegos

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Auf dem Jakobsweg von Calzadilla de la Cueza bis Reliegos

Halbzeit! Ab dem Örtchen Calzadilla de la Cueza bis nach Santiago de Compostela sind es noch etwa 400 Kilometer. Rund 800 waren es ganz am Anfang ab Saint-Jean-Pied-de-Port.

Viel ist geschafft, viel liegt aber noch vor den Pilgern. Die Waden sind mittlerweile gestärkt, hoffentlich gibt es keine neuen Blasen mehr. Man hat seinen persönlichen Wanderrhythmus gefunden und bereits viel erlebt auf 400 Kilometern Jakobsweg.

Die Hälfte ist geschafft. Jetzt gilt es nochmals rund 400 Kilometer zu bewältigen (Foto: Eva Klassen)

Es geht weiterhin durch die flache Landschaft, die Gegend sieht ähnlich aus wie in den Tagen zuvor. 55 Kilometer wandert man auf diesen beiden nun folgenden Tagesetappen. Dabei kommt man auch in dem Ort Sahagún vorbei, der mit der Herberge Viatoris wieder einen kleinen Höhepunkt bietet. Es ist 6 Uhr früh, der Wecker klingelt und los geht's: Immer weiter in Richtung Santiago de Compostela.

Erste Tagesetappe: Von Calzadilla de la Cueza bis Sahagún

Mit 23 Kilometern ist diese Tagesetappe eine recht leicht zu bewältigende Etappe. Dazu kommt, dass die Landschaft flach ist. Die Anstrengung hält sich also in Grenzen. Da bleibt im Ort Sahagún auch noch genug Zeit und Energie, um sich etwas umzuschauen. Aber erst einmal muss man loswandern. Sechseinhalb Kilometer entfernt von Calzadilla de la Cueza erscheint der Ort Ledigos. Nach der Hälfte des Wegs überquert man einen Fluss. In Ledigos gibt es zwar schon eine Pilgerherberge, aber die Tagesetappe führt noch weiter. Von Ledigos aus geht es zunächst dreieinhalb Kilometer weiter bis nach Terradillos de los Templarios.

Hinter dem großen Namen verbirgt sich ein kleines Dorf mit Herberge, Frühstücksmöglichkeiten in Cafés und Supermarkt. Sechs Kilometer sind es anschließend bis zum Dorf San Nicolás. Und danach fehlen nur noch knapp sieben Kilometer und schon befindet man sich in Sahagún - ein Ort mit immerhin 3400 Einwohnern. In Sahagún gibt es alles, was das Wanderherz begehrt: Eine Apotheke, Bars, Supermärkte, Ärzte und eine wirklich schöne Herberge.

Zeit zum Entspannen: In der der Herberge Viatoris gibt es auch eine kleine Bar (Foto: Eva Klassen)

Viatoris heißt die liebevoll gestaltete Pilgerherberge. Alles wirkt etwas rustikal in dieser Unterkunft und hat einen schönen Charme. Es gibt draußen verschiedene Sitzgelegenheiten und eine kleine Bar. Nicht weit entfernt von Viatoris gibt es weitere Bars und Restaurants. Bisher befand man sich auf dem Jakobsweg in keiner Tapas Zone. In Sahagún gibt es aber tatsächlich eine Kleinigkeit umsonst zum Bier dazu - zum Beispiel ein kleines Häppchen spanische Tortilla.

Zweite Tagesetappe: Von Sahagún bis Reliegos

Es fällt tatsächlich etwas schwer, die liebevoll gestaltete Pilgerherberge Viatoris zu verlassen. Aber es hilft ja nichts. Der Weg ruft - und der Pilger folgt. Auf gehts - und zwar 32 Kilometer bis nach Reliegos.

Auf dem Weg durch die Dörfer kommt man an so manch altem Gemäuer vorbei (Foto: Eva Klassen)

Zunächst wandern alle Pilger etwa fünf Kilometer bis nach Calzada del Coto. Bei einer Autobahnbrücke gibt es zwei Möglichkeiten, den Weg weiter zu gehen. Die Hauptroute und die Nebenroute. Beide Strecken sind ungefähr gleich lang. Wahrscheinlich sollte man sich tatsächlich für die Nebenroute entscheiden, die Calzada Romana. Hier wandert man auf einer alten Römerstraße und hat sicherlich eine schönere Wanderkulisse als bei der Hauptroute. Beim Hauptweg wandert man nämlich nie enden wollende Kilometer an einer angelegten Baumallee neben einer Landstraße entlang. Und das ist tatsächlich sogar schlimmer als es sich anhört. Hier ändert sich wirklich nichts. Baum an Baum neben karger Landschaft und einer eintönigen Straße. Es fühlt sich an, als würde man auf einem Laufband gehen - und in Wirklichkeit kein Stück vorbeikommen. Zum Glück ist in Reliegos erst einmal schluss. Hoffentlich träumt dort keiner von langweiligen Alleen.

Nicht zu empfehlen: Der Hauptweg führt an einer nicht enden wollenden Allee entlang. Nach der ewigen Meseta ist es einfach zu viel des Guten (Foto: Eva Klassen)

Der Hauptweg von Calzada del Coto bis Reliegos

Auf dem eintönigen Hauptweg durchquert man immerhin den ein oder anderen Ort, in dem einkaufen oder bei einem Café Pause machen kann. Nach sechs Kilometern erreicht man Bercianos del Real Camino, danach folgt der zweite Teil des Hauptwegs. Knapp acht Kilometer sind es hier bis zum Ort El Burgo Ranero. Hier gibt es auch Cafés und Supermärkte für die Stärkung von Körper und Seele. Weiter geht es nun noch 13 Kilometer und dann erscheint endlich das Ziel der Tagesetappe: Reliegos. In diesem kleinen Dorf gibt es eine kleine und einfache Pilgerherberge.

Die Nebenroute von Calzada del Coto bis Reliegos

Ja, die Nebenroute ist tasächlich zu empfehlen. Ich war auf der Hauptroute unterwegs - und die Nebenroute kann nur schöner sein. Zumindest klingt sie vielversprechend. Zuerst wandert man etwa neun Kilometer bis Calzadilla de los Hermanillos. Aber Vorsicht! Der Anfang des Wegs ist nicht ganz einfach zu finden. Am besten schließt man sich hier mit anderen Pilgern zusammen. Es geht nun auf die Römerstraße Calzada Romana, ein alter Weg. Ab Calzadilla de los Hermanillos wandert man noch 18,5 Kilometer bis zum Etappenziel Reliegos. Hier geht es auf Schotterwegen entlang und über Brücken - eine Wanderumgebung, die zumindest für die Seele angenehmer ist als die Hauptroute.

Als Pilger steht man mit der Sonne auf um möglichst viele Kilometer am Tag zu schaffen (Foto: Eva Klassen)

Fazit

Und schon wieder ist man dem großen Pilgerziel ein Stückchen näher. Nun sind es nur noch knapp 345 Kilometer bis nach Santiago. Das wirkt ja mittlerweile fast wie ein Katzensprung. Und es folgen noch ein paar tolle Höhepunkte. Die große Stadt León ist in greifbarer Nähe. 145000 Menschen leben hier.

Nach tagelanger Wanderung auf einsamen Wegen und durch kleine Ortschaften überfordert einen die Größe der Stadt fast. Doch es lohnt sich, ein wenig inne zu halten und die Geschichte der Stadt auf sich wirken zu lassen. Legendär ist hier die Kathedrale von León. Sie gehört eigentlich nicht nur zum Pflichtprogramm der Touristen, sondern auch der Pilger. Zumindest sollte man einmal vor dieser Kathedrale stehen und sich von ihrer Größe beeindrucken lassen. Wenigstens für einen kleinen Moment. Es geht ohnehin bald wieder weiter. Schließlich ist der Weg das Ziel. Jedenfalls so lange, bis das eigentliche Pilgerziel erreicht ist.

Text: Eva Klassen

Praktische Infos und Herbergen

Calzadilla de la Cueza:

Camino Real

Travesía Mayor
+34 979 88 31 63
cesaracero@yahoo.es

Städtische Herberge
Calle de Mayor
+34 979 80 30 50

Lédigos:

El Palomar

Ronda de Abaja
+34 979 88 36 05

Terradillos de los Templarios:

Jaques de Molay

La Iglesia, 18
+34 979 88 36 79

Los Templarios
+34 667 25 22 79

San Nicolás:

Laganares

Plaza Mayor
+34 979 18 81 42

Sahagún:

Albergue Viatoris

Calle del Arco Travesia
+987 78 09 75
www.viatoris.es

La Cordoniz
Calle Avenida Constitucion, 97
+34 987 78 08 76
info@hostallacodorniz.com
www.hostallacodorniz.com

El Ruedo
Plaza Mayor, 1
+34 987 78 18 34
info@restauranteelruedo.com
www.restauranteelruedo.com

Alfonso VI

Antonio Nicolás, 4
+34 987 78 11 44
hostalalfonso@hotmail.com
www.hostalalfonso.com

Escarcha
Regina Franco, 12
+34 987 78 18 56
escarchia_17@hotmail.com

Puerta de Sahagún
Burgos
+34 987 78 18 80
info@hotelpuertadesahagun.com
www.hotelpuertadesahagun.com

Bercianos del Real Camino:

Albergue de Bercianos del Real Caminos

Santa Rita, 11
+34 987 78 40 08

El Burgo Ranero:

Domenico Laffi

Plaza Mayor
+34 987 33 02 3
elburgoranero@gmail.com
www.aytoelburgoranero.es

La Laguna
La Laguna, 12
+34 987 33 00 94

Ébalo Tamaù
Barrio la Estacíon, 26
+34 679 49 05 21
jesuseufemio@hotmail.com
www.ebalotamau.blogspot.com

Calzada del Coto:

San Roque
Real, 24
+34 987 78 12 33

Calzadilla de los Hermanillos:

San Bartolomé

Calle Mayor, 30
+34 987 33 00 23
elburgoranero@gmail.com

Casa el Cura
La Carretera, 13
+34 987 33 76 47
www.lacasaelcura.com

Religos:

Don Gaileros

Escuela, 2
+34 987 31 09 27

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