Flora und Fauna
Mallorcas Bergwälder bestehen zum größten Teil aus den heimischen Aleppokiefern und Steineichen. Oberhalb der Baumgrenze bedecken Gräser und Zwergsträucher den felsigen Boden. Die häufigsten Arten sind das Dißgras und das Balearen-Johanniskraut. Von Käfern und Insekten einmal abgesehen, bietet die mallorquinische Tierwelt eine echte Attraktion: den Mönchsgeier. Er gilt als der größte Greifvogel Europas. Daneben ziehen auch Adler, Falken und Möwen ihre Kreise am Himmel. Für Wanderer ebenfalls von Bedeutung: Auf den Balearen gibt es zwar einige Schlangenarten, aber keine giftigen Exemplare!
Privatbesitz
Eine leidige Erfahrung müssen Wanderfreunde auf Mallorca häufig machen – so gut wie jedes Fleckchen Land der Insel gehört irgendjemanden. So kommt es, dass man beispielsweise am Massanella Geld zahlen muss, um ein privates Grundstück zu überqueren. Das traurigste Bespiel: Die Bankiersfamilie March kaufte einen ganzen Berg – den Puig Roig. Die Umwanderung ist seither nur noch an einem Tag pro Woche möglich. Andererseits verhalten sich auch nicht alle Urlauber vorbildlich. Einige lassen nach dem Picknick ihren Müll herumliegen, entzünden unerlaubt Feuer oder lassen Gatter offen stehen, so dass sich die Schafe verlaufen. Verständlicherweise sind die Grundstückseigentümer über solche Manieren nicht sonderlich erfreut.
Wanderregeln und Ausrüstung
Vor plötzlichen Wetterumschwüngen wurde bereits gewarnt. Am Besten beobachtet man das Wetter genau. Sollten Wolken heranziehen und Nebel oder Regen aufkommen, ist es besser man kehrt rechtzeitig um. Grundsätzlich sollte man nie ohne eine gewisse Grundausrüstung losziehen. Ein Seil und eine Decke sind von großer Hilfe, um Verunglückten beizustehen. Wird man vom Wetter oder von der Dunkelheit überrascht, sollte man eine Taschenlampe bei sich haben. Niemals sollte man ohne warmen Pullover und Regenjacke losgehen. In den Bergen kommen Temperatureinbrüche und Schauer oft sehr plötzlich. Und selbstverständlich kann man Mallorcas Bergwelt nur mit ordentlichen Schuhen erwandern. Sie sollten knöchelhoch sein (für den sicheren Halt) und ein gutes Profil besitzen.
Gruppentouren
Wer sich nicht alleine in die Berge wagt, kann eine Gruppentour buchen. Hier hat man den zusätzlichen Vorteil, die An- und Rückfahrt nicht selbst organisieren zu müssen. Je nach Veranstalter wohnt man in kleinen urigen Hostals im Bergdorf oder in größeren Hotels an der Küste. Auch die Größe der Gruppen variert bei den einzelnen Veranstaltern.