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Eifelsteig: Von Mirbach nach Hillesheim in sieben Stunden

Diese lange Etappe führt sanft durch ausgedehnte Wiesen und breite Waldwege über den fantastischen Dreimühlenwasserfall zu mittelalterlichen Burgen und romanischen Kirchen.

Wandern in der Eifel

Anreise nach Mirbach:
Mit dem Auto über Hillesheim  B421 – L26. Über Arhütte B258 – L115.
ÖPVN Buslinie 522 (nur Mo-Fr).

Abreise von Hillesheim:
Mit der Buslinie 522 zu den Zügen nach Gerolstein (RE 12, RE 22 und RB 24, RB 83).
Mit dem Auto über die L26.  
Taxi Hillesheim 06593/260.

Höhenunterschied:
Aufstieg 330 m, Abstieg 350 m

Anforderungen:
Mit 25 km eine lange Etappe, die durch seichte Auf- und Abstiege charakterisiert ist.

Einkehr:
Nohner Mühle (geöffnet von April bis Oktober ab 11 Uhr)
Tel. 02696/1314
Kleines Landcafe in Kerpen (geöffnet Mittwoch bis Samstag 14-22 Uhr, sonn- und feiertags 12-18 Uhr)
Tel. 06593/996969.
Hillesheim.

Sehenswürdigkeiten:

Dreimühlen-Wasserfall: Dieser Wasserfall ist ein Abschnitt des Ahbachs. Beim Bau der Ahrtalbahn leitete man im Jahre 1912 den Flusslauf um. Seitdem haben drei kleine Quellen mit stark kalkhaltigem Wasser große, mit Moos bewachsene Kalksinter geschaffen. Durch diesen ständigen Vorgang der Kalkablagerung wächst der Wasserfall jährlich ca. 10 cm in das Tal hinein. Der Dreimühlen-Wasserfall wurde 1938 zum Naturdenkmal erklärt. www.eifel.de

Wehrkirche Berndorf: Die romanische Kirche wurde erstmals 1121 urkundlich erwähnt und gehört zu den ältesten Baudenkmälern im Kreis Daun. Vermutungen gehen dahin, dass die Wehrkirche schon um 800 n. Chr. bestand. Heutzutage dient die Kirche als Ehrenstätte für die Gefallenen der Gemeinde in den beiden Weltkriegen. www.berndorf-vulkaneifel.de

Burg Kerpen: Das genaue Baudatum konnte bei der Burg Kerpen bis heute nicht genannt werden. Während den Wirren des dreißigjährigen Krieges wurde die Burg bis auf die Grundmauern zerstört. Gegenwärtig ist die Befestigungsanlage im Besitz des Kreises Neuss und ist heute ein Landschulheim. www.burgkerpen.de

Hillesheim: Der Ursprung der Stadt Hillesheim liegt bei den Kelten. Ausgrabungen zeugen davon, dass im 7 Jh. v. Chr. dort Eisen verarbeitet wurde. Im Mittelalter war Hillesheim eine der bedeutendsten Orte der Eifel. Im kreisrunden Stadtkern sind noch Teile der Stadtmauer vorhanden und mit dem sogenannten Hexenturm sowie dem Wehrgang auch zu begehen. Die Pfarrkirche St. Martin beherbergt einen ganz prachtvollen Schatz: Eine aus dem Jahre 1772 stammende Orgel aus der Werkstatt der berühmten Orgelbauerdynastie Stumm. Liebhaber der Krimiliteratur kommen im Café Sherlock und im Kriminalhaus auf ihre Kosten. Dort ist eine Sammlung von 26.000 Krimis archiviert. www.hillesheim.de, www.kriminalhaus.de

Unterkunft:
Leider existiert auf dieser Etappe in Mirbach keine Möglichkeit zur Unterkunft.

Erst ab 6 km abseits des Eifelsteigs in Leudersdorf bei:
Maria Leiff
Tel. 02696/1222
www.eifel-leiff.de 
DZ: 23€ p. P., EZ: 28€ p. P.

In Niederehe:
Pension Fohnhof
Tel. 02696/520
ingenerfniederehe@freenet.de 
25 € p. P.

In Kerpen:
Bauernhof an der Lay
Tel. 06593/8568
www.ferien-an-der-lay.de 
DZ: 44€

In Hillesheim:
Gästezimmer der Familie Kloep
Tel. 06593/809244
www.ferienwohnung-kloep-hillesheim.de 
DZ: 46€, EZ: 29€ p. P.,

Krimihotel
Tel. 06593/98089600
www.krimihotel.de 
DZ: 79€

Augustiner Kloster
Tel. 06593/980890
www.hotel-augustiner-kloster.de 
DZ: 129€-160€, EZ: 89€-139€

Von Mirbach nach Hillesheim: Eine Tour mit seichten Auf- und Abstiegen

Etappenbeschreibung:

  1. Die achte Etappe startet an der neuromanischen Erlöserkirche in Mirbach. Vom Parkplatz aus überquert man die Straße L26 und steigt auf einen Graspfad, der sich linker Hand befindet und sanft auf die Mirbacher Hochfläche führt. Durch blühende Wiesen folgt man zwischen einer Feldhecke und einem Zaun im Zickzack dem Steig bis zu einem kleinen Holzgatter. Nun biegt man links ab und wandert entlang des Waldrandes bis zu einem Rastplatz, der sich an einer Wegkreuzung befindet.

  2. An dieser Stelle führt der Eifelsteig in den Wald hinein, um nach 2,7 km in das Tal des Michelsbachs abzusteigen. Nach der Überquerung des Baches steigt man auf den Michelsberg hinauf und betritt dabei den Boden Rheinland-Pfalz. An einer Weggabelung biegt man scharf rechts ab, folgt dem Forstweg und hält sich nach einer Abbiegung links, um zu dem Festplatz der Gemeinde Leudersdorf zu gelangen. Beim Festplatz angekommen, wendet man sich nach 200 m rechts ab und betritt wieder ausgedehnte Freiflächen, die dem Wanderer eine herrliche Weitsicht bis zur Hohen Acht bietet.

  3. Die Markierungen des Eifelsteiges leiten nun zu einer Anhöhe, auf der ein Sendemast steht. Dieser ist schon aus weiter Ferne sichtbar und dient als hilfreicher Orientierungspunkt. Hier wandert man links am Waldrand entlang, um durch einen kleinen Wald über Wiesen und Felder zu gehen. Nachdem man zwei Strassen überquert hat gelangt man zu einem Wasserbehälter. Diesen lässt man links liegen und passiert den Steinbruch um dann pfadlos über weite Grasflächen zu gelangen. Nun geht es links über eine Wiese, um dann an einem Stromzaun rechts hinunter zur Strasse K47 zu gelangen.

  4. Am Paulushof links vorbei folgt man 100 m der Strasse um dann rechts in den Weg Richtung des Üxheimer Tagebaus zu wandern. An einer Brücke quert man den Kalkradweg und wendet sich nach rechts um dann nach zwei Kehren den Ahbach entlang zu laufen. Nach ca. 300m gelangt man nun zum stark mit Laubmoos bewachsenen Dreimühlen-Wasserfall. Durch das kalkhaltige Wasser haben sich im Laufe der letzten Jahrzehnte imposante Kalksinter gebildet. Diese Stelle bietet einen idealen Platz um eine ausgiebige Rast einzulegen.

  5. Frisch gestärkt, führt der Wanderweg weiter entlang des Baches bis zur Unterführung einer ehemaligen Bahntrasse. Von dort aus bietet der Biergarten der Nohner Mühle, der sich etwas abseits des Weges befindet, eine bequeme Alternative zum Rastplatz. Weiter geht es hinter der Unterführung links in den Ort Niederehe. Vor dem Niedereher Bach steigt man links auf den zugewachsenen Bahndamm hinauf, um letztendlich in den Ort zu gelangen.

  6. Vorbei an der romanischen Kirche biegt man in die Kerpener Strasse ein und trifft auf den Gasthof Schröder. Nach der Querung der Straße K59 geht es rechts und dann gleich wieder links in den lichten Wald hinein. Nach ca. 350 m steigt man eine Stufe herab um dann auf einen Steinbruch zu treffen. Die Wanderung wird an der Strasse K 59 fortgesetzt. Nun wendet man sich rechts einem Forstweg zu, der bergauf geht. Vorbei an einem einzelnen Haus erreicht man wieder offenes Gelände, um dann auf die Anhöhe oberhalb der mittelalterlichen Burg Kerpen aufzusteigen. Hier befindet sich die Ruhestätte des Malers und ehemaligen Burgbesitzers Fritz von Wille. Man folgt den Stufen direkt hinab zur Burg, die terrassenförmig auf Dolomitstein thront.

  7. Nach einer Besichtigung der Außenanlagen und der Kapelle leiten die Markierungen des Steigs in das Eifeldorf Kerpen. Von der Straße „Im Kapelleneck“ wechselt man sogleich in die Straße „Am Hermesturm“ die in die „Fritz-von-Wille-Straße“ übergeht, um dann im „Kleinen Landcafe“ linkerhand einzukehren. Die Straße „Auf dem Stilsdorf“ leitet den Wanderer aus dem Dorf hinaus. Nach der Unterführung der L10 führt der Steig wieder in unbewaldetes Terrain. Den Markierungen folgend erreicht man einen Steinbruch. Diesen passierend gelangt man am Waldrand entlang zu einer Parkbank, bei der man links abbiegend auf einen Kiesweg gelangt. Als Orientierungspunkt dient am Besten die Wehrkirche von Berndorf.

  8. Vorbei an der Kirche gelangt man wieder in die freie Landschaft. Man überquert einen mit Wacholder bewachsenen Erdhügel, um zur Waldgrenze zu gelangen, die sich auf der linken Seite erschließt. Der Weg leitet zu einer Straße und biegt rechts hinauf um wieder links haltend den Waldrand zu erreichen. Ein Sendemast hilft zur Orientierung. Am Ende angelangt, trifft man auf einen Rastplatz mit Aussicht auf Hillesheim. Diese Stelle markiert den Bereich Schwedenschanze, einer Erhebung, die im dreißigjährigen Krieg den lothringischen Truppen zur Belagerung der Stadt Hillesheim als Stützpunkt diente.

  9. Am Sendemast rechts vorbei geht es auf den Forstweg zu einer Unterführung hinab. Nun erreicht man eine kleine Kapelle, um dann rechts und nach ca. 100 m wieder links zur B421 zu gelangen. Die Bundesstraße führt nun rechts nach Hillesheim, dem Ende der achten Etappe.

 

Text und Bilder: Jörg Paschke

 

15 Wanderrouten von Aachen bis nach Trier von Jörg Paschke.
1. Auflage 2014

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