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03.08.17

Streifzüge durch Zirbenzauber am Hochzeiger

Die Zirbe hat vielfältige positive Eigenschaften. Im österreichischen Pitztal zollt man der „Königin der Alpen“ Respekt.

Zirbenwälder so weit das Auge blickt auf der 1.880 m hoch gelegenen Tiefental Alm (Foto: Ariane Günther)

Die Zirbe hat vielfältige positive Eigenschaften auf das menschliche Wohlbefinden. Sie ist seit Jahrhunderten eine Art „Wunderbaum“ der Natur, extrem anpassungsfähig an klimatische und ökologische Bedingungen. Im österreichischen Pitztal zollt man der „Königin der Alpen“ Respekt, wie auch schon unsere Vorfahren den Baum als Geschenk der Natur verehrten und zu schätzen wussten.

Das Pitztal gilt als eines der schönsten Seitentäler der Ostalpen in Österreich. Seine einmalige Authentizität, die intakte Natur und die herzliche, familiäre Atmosphäre begeistern viele Urlauber. Versteckt zwischen Ötztal und Kaunertal führt die Straße von Imst an rechts und links steil aufragenden Felsen hinauf.

Imposant wirken die gigantischen Wasserfälle, denen man auch fast auf jeder Wanderung begegnet. Eine unwirtliche Umgebung mit dem höchsten Gletscher Tirols auf 3.440 Meter. Der unverwechselbaren Wildheit liegt dennoch ein großer Zauber inne. Mensch und Tier des Pitztals sind gesegnet durch die Kraft der Zirbe. Sie beruhigt Herz und Nerven, fördert tiefen Schlaf und verjagt Motten und Käfer.

Pitztaler Zirbenwald in Jerzens
„Die zähe Kiefernart mit ihrem ätherischen Duft und dem einzigartigen Symbol von fünf Nadeln pro Büschel ist ein Lebenskünstler par excellence“, erklärt der promovierte Wildtierspezialist und Nationalpark-Leiter Ernst Partl. Ihre hochalpine Überlebenstaktik zwischen 1.800 und 2.300 Metern hat zusammenhängende Zirbenflächen hervorgebracht, die seit Anfang der Besiedlung vor Lawinen- und Murenabgängen geschützt haben.

Ein besonderes Schmuckstück an Zirbenwald kann im Ort Jerzens, der mit Arzl, Wenns und St. Leonhard die vier Gemeinden des Pitztals bildet, entdeckt werden. Hier schmiegt sich der Zirbenbestand ans Hochzeiger-Gebirge. Das Gebiet umfasst ein 100 Kilometer markiertes Wanderwegenetz bis auf 2.395 Metern Höhe in allen Schwierigkeitsgraden.

Phänomenale Weitsichten auf umliegende Gipfelregionen und Ausgangspunkte von Routen wie etwa zur 1,5 Stunden entfernten Kalbenalm, die rund 70 Kühe bewirtschaftet, warten auf den Besucher. Der Zirbensteig führt wunderbar runter. Wer es schneller mag, schnappt sich das Funsportgerät „ZirbenCart“ und düst fast vier Kilometer downhill.

Gratsch, Dotschen und Schnaps
Ein Bergerlebnis der innovativen Art bietet der neue „Zirbenpark-Erlebnisweg“ an der Mittelstation. „Ein familienfreundlicher Rundweg, der sich als Gesamtkunstwerk in die Natur am Berg einfügt und auf einem Kilometer dem Forscherdrang rund um die Zirbe freien Lauf lässt“, freut sich Thomas Fleischhacker, Vorstand der Hochzeiger-Bergbahnen. Man habe sich für ein Orientierungssystem entschieden, dass ohne herkömmlichen Schilderwald auskommt.

Darüber hinaus gibt es geführte Touren, die genau darlegen, wie die Vermehrung der Zirben nach 50 bis 60 Jahren durch den Tannenhäher – die Rabenvogelart wird auch Gratsch genannt – funktioniert. Nicht nur als attraktiver „Absacker“ geeignet: Im „Zeiger-Restaurant“ auf 2.000 Metern lädt Chefkoch Christian Wittwer zum Workshop, bei dem niemand ohne selbst angesetzten Zirbenschnaps aus zwei „Dotschen“ – sprich Zapfen –  nach Hause geht.

Im Hochzeiger-Gebiet warten 100 km Wege und der neue
Zirbenpark auf Wanderer (Foto: Ariane Günther)

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Dem Ruf der Zirbe folgte die Autorin auf Einladung des Tourismusverband Pitzal. Alle Betriebszeiten, Tickets und Info-Details zu den vielfältigen ganzjährigen Aktivitäten sind bei den Hochzeiger-Bergbahnen oder unter marketing@hochzeiger.com (Manuela Draxl) erhältlich.

Im SonneWonne-Hotel „Jerzner Hof“ wurden kulinarische Köstlichkeiten stilecht in der Zirbenstube serviert. Das Almrose-Enzian-Zimmer sorgte für entspannte Träume ins Zirbenreich. In ihrem eigenen Zirbenland wird jeder vom Ehepaar Reindstadler willkommen geheißen, das dem Gewächs betörendes, gesundheitsförderndes Öl auspresst (www.gesund-zirbe.at).
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Text und Fotos: Ariane Günther







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